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Kataloge

Rundschnurringe

Beschreibung
Produktgruppe: RSR Rundschnurring

Einsatzgebiete
Rundschnüre dienen meist als Ausgangsmaterial für Rundschnurringe und sind in der Handhabung und Anwendung mit einem O-Ring vergleichbar. Der Einsatz erfolgt als statische Dichtung z. B. für die Abdichtung größerer Rohrverbindungen und als Deckeldichtung im Behälterbau. Rundschnüre werden häufig für Reparaturen vor Ort verwendet und dort „auf Maß“ zusammengefügt.

Die Stoßverbindung der Rundschnüre zum Rundschnurring kann, je nach Einsatzzweck, durch Cyanacrylat – oder 2-Komponentenkleber erfolgen. Für Anwendungen in Seewasser oder andere höherwertige Anwendungen ist allerdings eine Verbindung durch Stoßvulkanisation erforderlich.

Anfertigung von geklebten RSR Rundschnurringen
Üblicherweise werden die vorher abgelängten Rundschnüre mit einem Cyanarylatkleber (z.B. Loctite 406 ®) verbunden. Die Temperatureinsatzgrenze liegt bei ca. 80 °C.

Bei EPDM-, VMQ- und FKM-Rundschnüren ist gegebenenfalls zusätzlich ein spezieller Primer (z. B. Loctite 770 ®) zu verwenden. Bitte beachten Sie die Produktinformationen und Sicherheitshinweise der Hersteller.

Vor dem Verkleben sollten beide Stoßstellen mit feinem Sandpapier angeraut und mit geeignetem Reiniger (z. B. Aceton ®) fettfrei gemacht werden. Die beiden Enden sollten spannungsfrei verklebt werden. Anschließend ist zu prüfen, ob die Klebestelle vollständig durchgetrocknet ist. Der stoßverklebte Rundschnurring darf nicht über die Stoßstelle gedehnt werden. Der so entstandene Stoß weist auch eine deutlich geringere Biegelastizität als die Rundschnur selbst auf.

Montagehinweise
Bei der Montage muss jegliche Beschädigung der Rundschnur vermieden werden, da ansonsten Undichtigkeiten auftreten können. Bitte beachten Sie außerdem folgende Hinweise:
- Der stoßverklebte Rundschnurring darf nicht über die Stoßstelle gedehnt werden und der restliche Teil des Rundschnurringes darf nicht bis an die  Dehnungsgrenze aufgeweitet werden
- Kanten müssen gratfrei sein, Radien und Schrägen übergangslos angebracht werden
- Staub, Schmutz, Metallspäne und sonstige Partikel sind zu entfernen
- Gewindespitzen und Einbauräume für andere Dicht- und Führungselemente sollten mit einer Montagehülse überdeckt werden
- Montageoberflächen und die Rundschnur selbst sollten mit einem geeigneten Fett versehen werden
- Das Erwärmen in Öl oder heißem Wasser auf ca. 80 °C macht Elastomere geschmeidiger
- Eventuell verwendete Montagewerkzeuge wie Spreizdorn oder -hülsen sollten aus weichem Material (z. B. POM) bestehen und frei von scharfen Kanten sein
- Die Rundschnur oder ein Rundschnurring sollten nicht über die Montageflächen gerollt werden. Bei Einschnappen in die Nut ist eine Verdrillung zu vermeiden

Für weitere Informationen siehe Rundschnüre.